
Wozu dienen Grenzen?
Grenzen sind ein Zeichen von Selbstachtung: Du machst anderen deine eigenen Bedürfnisse und Gefühle deutlich. Wie fühlst du dich in einer bestimmten Situation? Was ärgert dich vielleicht oder was macht dich traurig? Gefühle möchten wahr- und ernst genommen werden. Sie weisen uns darauf hin, was uns guttut bzw. nicht guttut. Beachtest du sie nicht oder ignorierst sie sogar, kann es sein, dass du dich hilflos fühlst oder wütend auf dich bist. Klare Grenzen dienen also der Selbstfürsorge.
Die Grenzen sollten aber auch so flexibel sein, dass gute Beziehungen möglich bleiben – denn auch die anderen haben Bedürfnisse. Ansonsten kann es passieren, dass du dich selbst isolierst oder du zu der Überzeugung gelangst, immer allein auf dich gestellt zu sein. Auch hier kann dich Wut belasten oder das Gefühl, allein oder für alles verantwortlich zu sein.
Es geht immer um einen guten Kompromiss zwischen Bindung und Selbstbehauptung. Deine Grenzen sollten dein Bedürfnis nach Nähe genauso berücksichtigen wie dein Bedürfnis nach Abstand.
Was wir gemeinsam tun können...
Ich möchte dich darin unterstützen, gesunde Grenzen aufzubauen.
Dazu ist es wichtig, dir deiner Gefühle und Bedürfnisse zunächst bewusst zu werden. Der Wunsch nach Verbundenheit schließt den Wunsch nach Eigenständigkeit nicht aus. Du kannst signalisieren, dass du Raum für dich brauchst – ohne dabei die Menschen, die du liebst, zurückzuweisen.
Wir finden heraus, was dir guttut. Wie fühlt es sich für dich an, wenn deine Grenzen respektiert werden – und wie, wenn sie missachtet werden? Wie erlebst du das in deinem Körper? Wenn es Grenzverletzungen in der Vergangenheit gab, können wir uns diesen achtsam nähern. Hier kann uns auch eine Kontaktaufnahme mit deinem „Inneren Kind“ behilflich sein.
Darüber hinaus zeige ich dir anhand von praktischen Übungen, wie du STOPP sagen kannst und wie es dir gelingen kann, deine Bedürfnisse verständlich und wertschätzend zu äußern.