
Wie zeigen sich Ängste und Zwänge?
Soziale Ängste zeigen sich z.B. wenn es darum geht, sich vor anderen zu Wort zu melden, zu telefonieren, auf Geburtstagspartys zu gehen, mit Autoritätspersonen zu sprechen oder mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen. Sie können sich in Herzklopfen, Unruhe, einem Gefühl der Unzulänglichkeit, Verlegenheit, Schüchternheit, Rückzug und Vermeidung von Kontakten äußern.
Bei Trennungsangst fällt es dir schwer, ohne deine Bezugspersonen zu sein. Daraus kann sich eine Abneigung entwickeln, deinen eigenen Aufgaben und Interesssen nachzugehen. Bauch- oder Kopfschmerzen, verweigerndes Verhalten, sozialer Rückzug, Passivität oder Gehemmtheit können die Folge sein.
Bei Zukunftsangst geht es um die Angst vor dem Ungewissen. Darunter kann das Selbstvertrauen und Selbstbild leiden, ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung und positiver Rückmeldung kann entstehen.
Phobien beziehen sich auf bestimmte Objekte und Situationen:
- Prüfungsangst und Versagensangst tritt in Leistungssituationen auf und kann dich daran hindern, dein vorhandenes Wissen und Können unter Beweis zu stellen.
- Überforderung, Mobbing oder Konflikte mit Lehrern können Angst vor der Schule entstehen lassen.
- Menschenmengen, Fahrten im Aufzug, enge Räume, Höhen, Fliegen, Zahnarztbesuche, Tiere..
Bei einer Panikattacke tritt aus heiterem Himmel schnell zunehmende Angst auf – dir rast z.B. das Herz, du bekommst Luftnot, dir bricht der Schweiß aus, deine Hände zittern, dir wird schwindlig… Wer sie erlebt, kann das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren.
Zwänge äußern sich z.B. in wiederholtem Händewaschen oder Reinigen von Gegenständen, übertriebenem Aufräumen, starker Selbstkontrolle, übermäßigem Lernen, Sport, Kaufen oder Horten von Dingen. Vielleicht drängen sich dir unangenehme Gedanken auf, die sich z.B. gegen deine eigenen Werte richten oder du fühlst dich für Ereignisse oder fremdes Verhalten verantwortlich.
Was wir gemeinsam tun können...
Du darfst mir erzählen, was dir in deinem Leben Angst und Sorgen macht oder welche Zwänge dich belasten. Wir schauen uns gemeinsam an, woran du dabei denkst, welche Gefühle du wahrnimmst und wie sich dein Körper anfühlt.
Wir versuchen herauszufinden, wo der Grund für deine Angst oder für deinen Zwang liegt. Dabei nähern wir uns deinen Ängsten und Sorgen ganz behutsam. Zusammenhänge zwischen deinen Erfahrungen und deinem Verhalten können so sichtbar werden. Indem du deine Gefühle verstehst und würdigst, legst du die Basis für Veränderungen.
Mein Ziel ist, dass du Wege aus deiner Gedankenspirale findest und sich neue Perspektiven für dich eröffnen. Ich stimme mein Vorgehen ganz individuell auf dein Thema ab und beziehe dabei immer deine Stärken und Fähigkeiten mit ein.